3, 2, 1 – Starten wir mit Mobile Health Security

Ein Einstieg in die Sicherheit von Gesundheits-Apps

Nutzen Sie schon eHealth-Apps? Vielleicht haben Sie ja schon einmal Ihre Fitness über das Handy verfolgt oder Ihre Ernährung dokumentiert. Inzwischen gibt es sogar bestimmte geprüfte medizinische Apps, die von Ärzten verschrieben und von Krankenkassen übernommen werden. Bei Krankheiten wie zum Beispiel Diabetes, Tinnitus oder Adipositas informieren sie, bieten Maßnahmen zur Prävention und unterstützen bei Training und Ernährung. Manche Apps messen, speichern und werten medizinische Daten auch aus. Damit sind sie für viele Menschen eine große Hilfe: Sie motivieren, etwas für sich persönlich zu verändern, die Gesundheit im Blick zu behalten oder sogar zu verbessern. Aber wie sieht es bei all den positiven Effekten mit dem Datenschutz in solchen Apps aus? In diesem Blogbeitrag geben wir einen ersten Einblick in das Thema digitale Gesundheit, welche Arten von Apps es gibt und wie es um deren Sicherheit bestellt ist.

Haben Sie schon einmal von Diabetes-Apps gehört? Sie können Betroffenen helfen, den Alltag mit Diabetes leichter zu managen, und bündeln alle wichtigen Therapie-Informationen an einem Ort. So können die App-Nutzer ihre Werte bequem automatisch via Bluetooth in die App übertragen und sie dann mit einem Klick analysieren lassen. Zudem ist solch eine App in der Lage, den Blutzuckerverlauf anzuzeigen oder motivierende Challenges anzubieten. Aus den dabei gewonnenen Daten lassen sich übersichtliche PDF-, Excel- oder CSV-Reports erstellen, die zum Beispiel für den nächsten Arztbesuch verwendet werden können.

Diabetes-Apps sind aber nur ein Beispiel im Bereich eHealth. Es existieren noch viele weitere Apps, bei denen unsere Gesundheit im Fokus steht.

Was ist eHealth?

eHealth ist eine Unterkategorie von Digital Health (Digitale Gesundheit). Sie wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Oberbegriff für die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien für die Gesundheit definiert. Es handelt sich dabei um die Integration von IT-Technologien oder Anwendungen zum Zweck der Gesundheit. Hinsichtlich der digitalen Anwendungen stolpert man schnell auch über den Begriff mHealth (Mobile Health). Mit mHealth wird eine Untergruppe von eHealth-Aktivitäten und -Systemen auf mobilen Endgeräten bezeichnet. eHealth-Apps gibt es inzwischen en masse. Spätestens die Corona-Pandemie dürfte den aufsteigenden Trend weiter fortgesetzt haben.

Viele haben Gesundheits-Apps sicherlich im Alltag schon einmal ausprobiert – von der einfachen Body-Mass-Index-(BMI)-Berechnungs-App bis hin zum persönlichen Gesundheitsassistenten. Einen Großteil dieser Apps macht der Wellness-Bereich aus, also Apps für „Gesundheitsorientierte“; für Menschen, die sich Gedanken um ihre Gesundheit machen und „einfach nur“ gesund leben wollen. Dazu zählen Fitness-Apps, Lifestyle-Apps sowie Apps mit Ernährungsinformationen.

Dann gibt es noch Apps, die im konkreten Krankheitsfall genutzt werden, und solche, die ein Leben mit einer Krankheit erleichtern sollen. In diesen beiden Bereichen dreht es sich dann um die Begleitung bzw. Unterstützung bei einer Erkrankung.

Darüber hinaus wurden weitere Kategorien definiert: CE-kennzeichnungspflichtige Apps und auch die im Jahr 2020 in Deutschland eingeführten digitalen Gesundheitsanwendungen, die DiGA-Apps. Beide gehen einen wichtigen Schritt in Richtung Qualitätssicherung, denn sie werden regulatorisch kontrolliert.

Nicht zu vergessen sind auch Apps, die im Kommunikationsprozess des Gesundheitssystems zunehmend eine wichtige Rolle einnehmen. Dazu zählen zum einen Apps für das Management und die Kommunikation zwischen Krankenkasse und Kunde und zum anderen Apps, die die Effizienz im Gesundheitssystem steigern. Zu Letzteren zählen beispielsweise das eRezept und die elektronische Patientenakte (ePA). Wie für die schon genannten DiGA-Apps wurden auch hierfür mittlerweile die rechtlichen Grundlagen geschaffen.

Sicherheit, wo bist du?

Einheitliche Qualitätskriterien für eHealth-Apps gibt es noch nicht. Dabei sollten vor allem Datenschutz und Sicherheit bei der App-Entwicklung mehr in den Fokus rücken. Schließlich fordert der Patient die Sicherheit seiner Daten, und auch der Gesetzgeber möchte, dass sensitive Daten geschützt werden. Das gilt aber nicht nur für eHealth-Apps. Jede App verarbeitet personenbezogene Daten und kann sich langfristig nur erfolgreich etablieren, wenn das Vertrauen in sie gestärkt wird.

Die allgemeine Sicherheit ist also eine der wichtigsten Anforderungen von Nutzern an eine App. In Meinungsumfragen sagen Nutzer, dass ihnen Sicherheit und Datenschutz bei eHealth-Apps am wichtigsten sind. Dann folgen die Glaubwürdigkeit der App und des Herstellers, die regelmäßige Pflege der App, Integration und Datensammlung und zu guter Letzt auch, wem die Daten gehören. Was das konkret für die Sicherheit von Gesundheits-Apps bedeutet, erfahren Sie in unserem nächsten Blogbeitrag zu dieser Thematik.